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Nikolaikirche mit Säulenreplik

Nikolaikirche

Nikolaikirchhof, 04109 Leipzig
1170/80
Klassizistische Umgestaltung 1784 - 1797 durch Johann Friedrich Carl Dauthe

www.nikolaikirche.de

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Mit dem Angebot „Offen für alle“ bot die Nikolaikirche in den kritischen Wochen des 1989er Herbstes für viele Menschen Unterschlupf. An jene Zeit erinnert heute die Nachbildung einer Säule aus der Kirche auf dem Nikolaikirchhof.
Am Fuße der Säulenreplik mahnt auch eine Bronceplatte des Bildhauers Markus Gläser an diese Abstimmung mit den Füßen.
Der Ursprung der Nikolaikirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Mehrfach überformt und umgestaltet erhielt sie Ende des 18. Jahrhunderts durch Johann Friedrich Carl Dauthe ihren klassizistischen Ausdruck mit antiken Säulen.
Die Nikolaikirche gilt als eine der bedeutendsten Raumschöpfungen des deutschen Klassizismus.
Das Innere sowie die berühmte Ladegast-Orgel wurden 2004 grundlegend saniert.

Hören Sie auf unserer DVD den Nikolaikantor Jürgen Wolf mit einem Ausschnitt aus dem Brandenburgischen Konzert von Bach. 

Nikolaikirche, Blick in Richtung Orgel Säulen mit Palmwedeln
Blick in die stukkierte Kassettendecke
Thomaskirche

Thomaskirche

Thomaskirchhof, 04109 Leipzig
15. Jahrhundert
Umbauten u. a. 1570 durch Hieronymus Lotter,
1880-1889 gotisierende Erneuerung durch Constantin Lipsius

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Im Jahr 2012 wird die Thomaskirche auf eine 800jährige Geschichte zurückblicken können. Und mit ihr der Thomanerchor. Er ist damit die älteste kulturelle Einrichtung Leipzigs.
Auch der Thomaskirche blieb eine ständige Anpassung an den jeweiligen Zeitgeist nicht erspart. Der heutige Zustand der Kirche ist der einer spätgotischen Hallenkirche mit einem prächtigen Kreuzrippengewölbe.
Von 1723 bis 1750 war hier die Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach als Thomaskantor. Die einstige barocke Ausstattung zur Zeit Bachs wurde bei Renovierungsarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts entfernt.

Besonders beliebt und immer gut besucht sind die wöchentlichen Motetten des Thomanerchors unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller. Auf der DVD werden Sie ihnen begegnen. 

Video Thomaskirche
ISDN (5,2 MB)
DSL (10,6 MB)
HINWEISE

Ansicht von Osten Bachdenkmal
gotisches Kreuzrippengewölbe
Bonifatiuskirche

Bonifatiuskirche

Biedermannstr. 86,
04277 Leipzig-Connewitz
1929 - 1930
A.: Theo Burlage
Sanierung Innenraum 2004-05 durch Löffler Weber Architekten

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Für das 20. Jahrhundert architektonisch äußerst wertvoll ist die kleine Bonifatiuskirche in Connewitz. Architekt ist Theo Burlage, der sie 1929-30 aus den geometrischen Elementen Zylinder und Quader entwickelte. Die goldene, flache Kuppel kontrastiert zu den dunkelblauen Putzwänden und dem Rot der Klinker. Der Innenraum erhält durch eine gezielt eingesetzte Belichtung der vergoldeten Kuppel und durch das geschickt eingesetzte Streiflicht im Altarbereich einen mystischen, aber sehr warmen und erdigen Charakter.
Die Bonifatiuskirche ist ein herausragender Kirchenbau der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Mitteldeutschland. Sie vereint stilistisch expressionistische Gestaltungsmerkmale mit einer funktionalen Baukörperbehandlung und gilt als Hauptwerk von Theo Burlage.
Im Zuge der Renovierung wurde die Anordnung der Möblierung verändert, das ursprüngliche Farbkonzept Burlages aber weitgehend rekonstruiert.
 
Bonifatiuskirche, Blick in die Taufkapelle
Bonifatiuskirche Eingangsseite
 
Völkerschlachtdenkmal

Völkerschlachtdenkmal

Prager Straße,
04299 Leipzig
1898 - 1913
A.: Bruno Schmitz

www.voelkerschlachtdenkmal.de

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Das Völkerschlachtdenkmal ist ein Kulturdenkmal der besonderen Art. Das größte Denkmal Europas soll an die vernichtende Schlacht gegen Napoleon erinnern. Mit einer Höhe von 91 Metern bietet es von der Aussichtsplattform einen beeindruckenden Blick über die Stadt. Im Inneren halten Schicksalsmasken die Totenwache und mächtige Figuren stellen die Volkstugenden Tapferkeit, Selbstvertrauen, Volkskraft und Opferbereitschaft dar.
 
Schicksalsmasken in der Krypta
 › Diese Seitenzahlen   verweisen auf das jeweilige Objekt im Buch „LEIPZIG Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart“
 
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