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Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater

Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater

Grassistr. 8,
04107 Leipzig
1885 - 1887
A.: Hugo Licht
1999 - 2001
Neubau: Architekturbüro Gerber + Partner, Dortmund

 › 163 

Das Hauptgebäude der Hochschule für Musik und Theater hatte der Leipziger Stadtbaurat Hugo Licht in den Jahren 1885-1887 im Stil des Historismus errichtet. Die Fassade wurde nach Kriegszerstörungen etwas vereinfacht wieder aufgebaut. Im Innenhof setzt sich der geometrisch klare Konzertsaalanbau entschieden von der historischen Architektur ab und ergänzt den Bau spannungsvoll in zeitgemäßer, funktionaler Ästhetik. Der Entwurf geht auf einen Wettbewerbserfolg der Architekten Gerber und Partner im Jahre 1995 zurück.
 
Universitätsbibliothek

Universitätsbibliothek

Beethovenstr. 6,
04107 Leipzig
1887-1891
A.: Arwed Roßbach
Sanierung: Herwig, Jaernisch, Wittig + Partner, Leipzig/Hannover

 › 156 

Gleich um die Ecke im Musikviertel befindet sich die Universitätsbibliothek. Die „Bibliotheca Albertina“ gilt als das schönste Werk des Architekten Arwed Roßbach. Bemerkenswert ist insbesondere das repräsentative Marmortreppenhaus, das nach der Kriegszerstörung im April 1945 Jahrzehnte lang der Witterung ausgesetzt war. Das Gebäude befand sich bis Anfang der 1990er Jahre in einem desolaten Zustand. Im Jahre 2000 war die Sanierung beendet. Das Treppenhaus wurde wieder hergestellt und in die ehemals offenen Innenhöfe integrierte man zwei glasüberdeckte Lesesäle.
 
Großer Lesesaal Deutsche Bücherei

Deutsche Bücherei

Deutscher Platz 1,
04103 Leipzig
1914-1916
A.: Oskar Pusch, Dresden

 › 277 

Die Deutsche Bücherei in Leipzig gehört mit der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main und dem Deutschen Musikarchiv in Berlin zur „Deutschen Bibliothek“. Ihre Aufgabe ist die lückenlose Sammlung aller deutschen und deutschsprachigen Publikationen ab 1913. Das 120 m lange Hauptgebäude begrenzt den Deutschen Platz nach Osten. Sehenswert ist neben den Wandmosaiken im Eingangsbereich der Große Lesesaal.
 
Grassimuseum

Grassimuseum

Johannisplatz,
04103 Leipzig
1925 - 1929
A.: Carl William Zweck
Sanierung 2001 - 2005 durch die Leipziger Architekten
Ilg, Friebe, Nauber

www.grassimuseum.de

 › 163 

Das Gebäude gehört zu den wichtigsten Museumsbauten vor dem zweiten Weltkrieg. Besonders beachtenswert sind die Art-déco-Details wie Pfeiler, Dachaufbauten, Putzgliederungen und Leuchten. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Haus völlig aus. 2005 wurde es wieder eröffnet und beherbergt heute das Völkerkundemuseum, das Museum für Kunsthandwerk und das Musikinstrumentenmuseum der Universität.
 
Reclamkarree

Reclamkarree

Inselstr. 22,
04103 Leipzig
1887 - 1905
A.: Max Bösenberg
Sanierung 1993 - 1995 durch die Architekten Bunk-Hartung-Partner, Bad Homburg

 › 259 

Bis zum 2. Weltkrieg gilt Leipzig als bedeutendste Buchstadt in Europa. Viele Verlage und Druckereien hatten ihren Standort im so genannten „Graphischen Viertel“, in dem sich nach umfangreichen Sanierungsarbeiten heute wieder Unternehmen aus der Medienbranche niederlassen. Das ehemalige Reclam-Verlagshaus stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwei mächtige Sandsteinrisalite gliedern die imposante Hauptfront des gelben Klinkerbaus. 1996 erhielt das Gebäude den Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege der Kulturstiftung Leipzig.
 
Haus des Handwerks

Haus des Handwerks
(Brandstätter Haus)

Dresdner Str. 11-13,
04103 Leipzig
1906-1907
A.: Curt Nebel

 › 267 

Eine Sehenswürdigkeit von Rang stellt das Haus des Handwerks dar. Das Gebäude vom Anfang des 20. Jahrhunderts beeindruckt durch seine vielen plastischen Darstellungen aus dem Buchgewerbe und machte es so zu einem einmaligen steinernen Bilderbuch der Polygraphiegeschichte der Stadt. Unterhalb des mittleren Giebelfeldes werden Johannes Gutenberg und Ludwig van Beethoven dargestellt.
 
Treppenhaus im Geschwister-Scholl-Haus

Geschwister-Scholl-Haus

Ritterstr. 8-10,
04109 Leipzig
1910
A.: Fritz Schumacher

 › 163 

An der Rückseite der Nikolaikirche errichtet Fritz Schumacher 1910 die Handelshochschule. Schumacher zählt zu den herausragenden Reformarchitekten jener Zeit. Die plastische Wirkung der Fassade und der turmartige Seitenrisalit sind die besonderen Merkmale dieses Gebäudes. Die plastischen Arbeiten stammen von Georg Wrba. Bemerkenswert ist darüber hinaus die farbige Ausgestaltung des Treppenhauses, die Mitte der 90er Jahre in der Originalfassung wieder hergestellt wurde.
 
Konzertsaal Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhaus

Augustusplatz 8,
04109 Leipzig
1977-1981
A.: Rudolf Skoda, Eberhard Göschel, Volker Sieg, Winfried Sziegoleit

www.gewandhaus.de

 › 121 

An der Südseite des Augustusplatzes entsteht Anfang der 1980er Jahre der erste und einzige Konzerthallen-Neubau der DDR. Der im Grundriss sechseckige, amphitheatrische Große Saal lehnt sich an den Entwurf Scharouns für die Berliner Philharmonie an. Die Orgel verfügt über 6.639 Pfeifen und 89 Register und ist das größte in der DDR gebaute Musikinstrument.

In unserem Film werden Sie den Gewandhausorganisten Michael Schönheit an der Orgel erleben.

Der Saal fasst beinahe 2000 Besucher. In der Dämmerung hat man vom Augustusplatz einen ungehinderten Blick in das Foyer mit dem großen Deckenbild von Sighard Gilles.

Treppenhaus in der Oper

Opernhaus

Augustusplatz 12,
04109 Leipzig
1956-1960
A.: Kunz Nierade

www.oper-leipzig.de

 › 118 

Ende der 1950er Jahre ersetzt die Oper den bei einem Bombenangriff schwer beschädigten Vorgängerbau. 15 Jahre nach Kriegsende ist dies der erste Theaterneubau der DDR. Das Gebäude überzeugt durch seine klare, funktionale Gliederung. Zu den bemerkenswertesten Raumschöpfungen der 1950er Jahre zählt die Innenausstattung, die insbesondere durch die Treppenhäuser, die Leuchter und die Kassettendecke im Rangfoyer zu überzeugen weiß.
 
City-Hochhaus am Augustusplatz

City-Hochhaus

Augustusplatz 9,
04109 Leipzig
1968-1972
A.: Hermann Henselmann
Sanierung 2000-2001 durch Peter Kulka

 › 122 

Die Leipziger nennen es „steiler Zahn“, „Weisheitszahn“ oder einfach den „Uni-Riesen“. Gebaut wurde das heutige City-Hochhaus 1968-72 als „Turm der Wissenschaften“ von Hermann Henselmann, dem wohl bekanntesten DDR-Architekten. Es symbolisiert als monumentale Plastik ein aufgeschlagenes Buch und knüpft damit sowohl an die Nutzung des Gebäudes durch die Universität als auch an die Tradition Leipzigs als Stadt des Buches an. Architekt Peter Kulka ersetzt im Zuge der Sanierung die ursprüngliche Aluminiumfassade durch einen chinesischen hellgrauen Granit mit ähnlicher Fernwirkung. Von der Aussichtsterrasse und vom Panorama-Restaurant hat man einen phantastischen Blick über die Innenstadt.
 
MDR-Probensaal

mdr-Probensaal

Augustusplatz,
04109 Leipzig
2002
A.: Peter Kulka

 › 122 

Zwischen Gewandhaus und Universität entstehen ebenfalls von Peter Kulka die Probensäle des Klangkörpers des Mitteldeutschen Rundfunks. Das mit schwarzen Glaspaneelen verkleidete Gebäude weiß durch seine selbstbewusste, minimalistische Haltung zu überzeugen.
 
Universitätsneubau © Erick van Egeraat associated architects

Neubau der Universität

Augustusplatz,
04109 Leipzig
2006-2009
A.: Erick van Egeraat associated architects

Nach einer lange währenden Diskussionsphase über die Zukunft des Universitätsgeländes bringt ein zweiter Wettbewerb 2004 endlich ein Ergebnis. Als Sieger für die Gestaltung der Front zum Augustusplatz und für die Universitätsaula gehen Erick van Egeraat associated architects aus Rotterdam hervor. Auf subtile Weise erinnert van Egeraat an die am 30. Mai 1968 pietätlos gesprengte Universitätskirche des 15. Jahrhunderts.
 
Museum der Bildenden Künste

Museum der bildenden Künste

Katharinenstraße 10,
04109 Leipzig
2000-2004
A.: Hufnagel Pütz Rafaelian, Berlin

www.mdbk.de

 › 52 

Auf dem ehemaligen Sachsenplatz entsteht bis 2004 das Museum der bildenden Künste, kurz Bildermuseum genannt. Das städtebauliche Konzept der Berliner Architekten Hufnagel, Pütz, Rafaelian sieht einen monolithischen, zentralen Museumsbaukörper vor, der zukünftig von vier L-förmigen Randbaukörpern umschlossen wird. Im Kontext der barocken Bürgerhäuser an der Katharinenstraße reiht sich der Entwurf in eine Vielzahl bemerkenswerter Beispiele kritischer Stadtreparatur in Leipzig ein. Das architektonische Innenraum-Konzept beruht auf einem Wechsel von offenen Hallen mit Wänden und Böden aus Muschelkalk und Ausstellungsräumen mit Eichenparkett. Durchblicke innerhalb des Gebäudes ermöglichen eine ungewöhnliche Großzügigkeit und Transparenz.

Begleiten Sie uns im Film auf unserem Rundgang durch das Gebäude und hören Sie, was Peter Pütz von den Architekten Hufnagel Pütz Rafaelian zum Entwurfskonzept zu sagen hat. 

Video Museum der bildenden Künste
ISDN (5,5 MB)
DSL (7,5 MB)
HINWEISE
 
Dependance der Galerie für Zeitgenössische Kunst

Galerie für Zeitgenössische Kunst

Karl-Tauchnitz-Str. 11,
04107 Leipzig
Umbau der Villa 1998 durch Peter Kulka, Dresden,
Dependance 2005 durch die Architekten AS-IF, Berlin
www.gfzk.de

 › 167 

Die im Stile der italienischen Renaissance erbaute „Herfurthsche Villa“ aus dem Jahre 1893 wurde entkernt und mit einem klaren geometrischen Anbau versehen. Peter Kulka schafft damit 1989 ein Raumkontinuum, das in der Lage ist, sich den wechselnden Anforderungen der jeweiligen Ausstellungen anzupassen.
Schon wenige Jahre später steigt der Raumbedarf derart, dass eine Dependance errichtet werden muß. Das innovative Ausstellungskonzept der Berliner Architekten AS-IF ermöglicht, den Innenraum durch flexible Ausstellungswände immer wieder neu zu fassen.
 
 › Diese Seitenzahlen   verweisen auf das jeweilige Objekt im Buch „LEIPZIG Architektur von der Romanik bis zur Gegenwart“ 
 
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